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Mein Wort für 2019: Minimalismus

Tellyventure hat zur Blogparade aufgerufen. Die Aufgabe ist, in einem Wort zusammenzufassen, was das Thema für 2019 sein soll. „Minimalismus“ ist im Moment in allen Munden. Tatsächlich beschäftigt es mich schon an die 5 Jahre, in Verbindung mit „Achtsamkeit“. Ich hätte gerne ein anderes Wort gefunden für das was ich tun bzw. weiterhin tun möchte, aber mir fällt keines ein, das passend ist.

  • Entrümpeln

    Vor einigen Jahren schon habe ich damit angefangen. Ich kam von einer Reha zurück, während der ich ja wochenlang nur in einem kleinen Zimmer gewohnt habe und ich stellte fest, dass ich nicht wesentlich mehr brauche, als ich dabei hatte. Viele, viele Sachen habe ich verkauft und verschenkt, hauptsächlich Bücher, Geschirr + Gläser, später auch CDs. Bücher lese ich inzwischen meist nur noch noch als E-Book, wobei ich dazu übergegangen bin, zwischendurch ein normales Buch zu kaufen und das dann halt wieder zu verkaufen. Ich besitze keine einzige CD mehr. Sowohl im Auto wie auch daheim sorgt Alexa für die Musik, die ich hören will.

    Als Konsequenz habe ich mich von einigen Quadratmetern getrennt und bin eine 2-Zimmer-Wohnung mit 60 m2 mit Terrasse gezogen, wobei mir 45 m2 auch genügt hätten. Ich habe nur keine passende Wohnung mit Terrasse gefunden. In dieser Wohnung bin jetzt 2.5 Jahre und immer noch glücklich über diesen Schritt.

    Ich weiss nicht genau, wann es dann passiert ist und vor allem warum, dass ich wieder anfing, Dinge zu kaufen, die ich gar nicht brauche. Da waren unüberlegte Käufe dabei, auch teure Sachen, die ich dann mit Verlust wieder verkauft habe.  Wie viele Menschen habe ich so viele Kerzen, dass ich bis an mein Lebensende keine Kerzen mehr kaufen brauche…

    In meiner „Wunderlist“ (geniale App übrigens) habe ich eine tägliche Erinnerung eingestellt, damit ich täglich mindestens ein unnützes Teil verschenke, verkaufe, wegschmeisse. Ich gestehe, ich bin in Verzug: 10.09.2018 steht da derzeit…

    Es wird sicherlich nie so werden, dass hier nur eine Matratze am Boden liegt und die einzige Deko ein Kaktus ist, der kein Wasser braucht. Aber viel unnützes Zeug muss wieder weg. Vor vielen Jahren hat mal meine Cousine zu mir gesagt, dass es ihr großes Ziel ist, nur soviel Zeug zu besitzen, dass es in einen Koffer passt. Damals konnte ich das nicht nachvollziehen. Aber heute kann ich das.

    Der Punkt geht nahtlos über in mein Konsumverhalten

  • Konsumverhalten

    Es gab Zeiten in den letzten Jahren, in denen ich nur das gekauft habe, was ich wirklich brauchte. Derzeit ist es so, dass ich Sachen kaufe, weil ich sie haben will, weil sie gerade im Angebot sind, weil sie hübsch aussehen oder aus anderen niedrigen Beweggründen. Das schlimmste Beispiel ist, dass ich mir im November im Angebot einen Adventskalender mit 24 Nagellacken gekauft habe. Es wäre nur halb so dramatisch, wenn ich mir die Nägel wenigstens lackieren würde. Aber das mache ich so gut wie nie. Damit ich diesen Kauf aber vor mir selbst rechtfertige, hatte ich jetzt 2 x lackierte Nägel. Unglaublich eigentlich. Die 24 Fläschchen reichen mir also auch bis zum Lebensende. Genauso wie die vorhandenen Kerzen, die ich vermutlich gekauft habe, damit mir endlich ein Licht aufgeht.

    Ich habe aus beruflichen Gründen nur an 2 Abenden in der Woche Zeit, andere Menschen zu treffen und das ist das Wochenende. Deswegen werde ich hier nicht sparen beim Essen gehen, Kino oder ähnliches, aber das wahllose Shoppen muss echt aufhören. Daher habe ich mir überlegt, dass mir ein Budget von EUR 50,– für Kleinigkeiten (mal ein Buch o.ä.) ausreicht.
    Ende des Monats werde ich das öffentlich abrechnen. Es beginnt im Januar.

    Ich habe mir also vorgenommen, keinen unnützen Krempel mehr zu kaufen, sondern das gesparte Geld lieber in Reisen zu investieren.

  • Abnehmen

    Genau wie ich unnützes Zeug reduzieren muss, muss auch Gewicht reduziert werden. Da sind gute 20 kg unnütz… Ich habe mich fürs Intervallfasten entschieden. Ich esse nur in einem Zeitfenster zwischen 12.00 und 20.00  Uhr. Das passt gut zu meinem Leben und bringt auch schon Erfolg. Zudem habe ich gerade meine Kündigung im Fitness-Studio widerrufen und gehe 2 x die Woche ins Fitness-Studio. Nun bin ich kein Mensch, der Spaß hat an Geräten, aber Crosstrainer, Laufband und Rudergerät sind auch effektiv. Wichtig ist, dass ich es *wirklich* mache. Ich habe mir die Termine für Dienstag und Donnerstag in den Terminkalender geschrieben und ich halte mich daran.

Je weniger ich besitze, desto freier fühle ich mich

…war einmal mein Lieblingszitat. Ist es immer noch, aber ich habe eine kleine Pause gemacht. Die ist jetzt vorbei.

 

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3 Comments

  • Sabienes
    20. Dezember 2018 at 11:22

    Minimalismus ist ja in aller Munde und ich befasse mich auch seit Jahren mit dem Thema. Seit ich das Buch von Marie Kondo gelesen habe, ist mein Kleiderschrank deutlich dezimiert und ich habe nur noch wirklich schöne Sachen zum Anziehen. Bei dieser Gelegenheit frage ich mich immer wieder, warum man sich überhaupt jemals so viel Zeug angeschafft hat? Sind das die Jäger- und Sammlergene gewesen oder hat die Werbung Schuld?
    Viel Spaß und Erfolg beim Entrümpeln!
    Schöne Feiertage und ein glückliches Neues Jahr
    Sabienes

  • Birgit
    23. Dezember 2018 at 09:25

    „Capsule Wardrobe“ ist meine Wahl. Ich habe so reduziert, dass ich mit einem 1.20 m Kleiderschrank und einer Kommode auskomme 🙂
    Ich glaub, bei mir ist es die Lust am Kaufen. Oft hab ich mir überlegt, ob ich mich belohnen oder trösten will, aber ich komme mir nicht auf die Schliche.

    Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch!

  • No Shopping 2019 | #noshopchallenge2019 | out-of-munich.com
    5. Januar 2019 at 15:43

    […] hat Miriam  eine #noshopchallenge gestartet und da ich ohnehin gerade festgestellt habe, dass ich an meinem Konsumverhalten einiges ändern muss, bin ich gerne mit […]

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